Über die Fellnase – GNADENPLATZ gesucht
Am späten Abend im Sommer 2022 meldeten sich Menschen beim Tierheim und berichteten, dass sie auf der Straße einen Hund entdeckt hätten, der von Auto zu Auto lief. Der Hund konnte sein linkes Hinterbein nicht belasten, und dieses Bein fühlte sich heiß an. Sie vermuteten, dass er kürzlich von einem Auto angefahren worden war…
Das Tierheim veröffentlichte einen Beitrag über Jack und meldete ihn zur Untersuchung in der Tierklinik an. Jacks Verletzung war alt. Er war von einem Auto angefahren worden, allerdings schon viel früher. Der Besitzer rief an, wollte aber nicht in die Tierklinik kommen, da dies für ihn zu teuer war. Er versprach zwar, Jack abzuholen, tat dies jedoch nie.
Nach der Röntgenuntersuchung stellte sich heraus, dass die Verletzung alt war, der Knochen schon vor langer Zeit gebrochen war und bereits ungleichmäßig verheilt war. Jacks Operation war langwierig und kompliziert; der Knochen wurde mit drei Kirschner-Drähten (Knochenstiften) fixiert. Leider war es nicht möglich, den Knochen vollständig wiederherzustellen, sodass er verkürzt blieb, was dazu führt, dass Jack hinkt.
Die Prognose des Tierarztes lautete damals, dass die Beinlänge nicht wiederhergestellt werden könne und der Hund für den Rest seines Lebens hinken würde. Eine Amputation kam aufgrund seiner Größe nicht in Frage. Eine Prothese hätte vielleicht geholfen, doch die Möglichkeiten, eine solche anzufertigen, waren sehr begrenzt.
Jack war schon immer ein aktiver und energiegeladener Hund. Mit der Zeit und zunehmendem Alter war jedoch eine gewisse Veränderung in seinem Aktivitätsniveau zu beobachten. Er zeigte weniger Bewegungslust und Anzeichen von Unbehagen bei der Bewegung. Nicht nur, dass ein altes Trauma vorliegt, sondern er ist auch etwa 10 Jahre alt und von massiver Statur.
Jack war schon immer ein aktiver und lebhafter Hund. Mit der Zeit und zunehmendem Alter hat sich sein Aktivitätsniveau jedoch merklich verändert. Er zeigt weniger Bewegungslust und Anzeichen von Unbehagen beim Laufen. Hinzu kommt nicht nur eine alte Verletzung, sondern auch, dass er etwa 10 Jahre alt und sehr groß ist.
Im Januar 2026 wurde er zur Konsultation bei einem anderen Spezialisten in eine andere Klinik gebracht. Der Orthopäde untersuchte seine Gelenke und stellte fest, dass diese schmerzfrei sind. Die Fraktur war jedoch falsch verheilt, und es wurde ein abnormales Crepitus (ein Knirschgeräusch, das nicht vorhanden sein sollte) festgestellt. Zur Abklärung der Situation wurde eine Röntgenaufnahme angefertigt.
Der Tierarzt stand der Entscheidung, eine solche Fraktur mit Kirschner-Drähten zu stabilisieren, kritisch gegenüber – diese hatten sich gelöst und waren in den Oberschenkelknochen eingedrungen, wodurch die umgebenden Muskeln und Nerven gereizt wurden. Diese Art von Komplikation ist leider keine Seltenheit. Die Kirschner-Drähte wurden im Januar 2026 entfernt.
Letzte Blutuntersuchung: 9. April 2026.
Die biochemischen Werte liegen im Normbereich und zeigen keine Anzeichen für Veränderungen der inneren Organe oder systemische Erkrankungen. Das Blutbild ist insgesamt gut, ohne Anzeichen einer Entzündung oder Infektion. Der PDW-Wert (Plättchenverteilungsbreite) liegt leicht unter dem Normalwert, da jedoch die anderen Thrombozytenparameter normal sind, ist dies klinisch unbedeutend. Es liegt ein leichter Anstieg der Eosinophilen (EOS) vor, was auf eine milde Reaktion des Immunsystems hindeutet. Da der Anstieg minimal und isoliert ist, empfahl der Tierarzt eine Entwurmung.
Einige wichtige Punkte
– Das Fell im Operationsbereich ist noch nicht nachgewachsen.
– Es wurden keine Schmerzmittel verschrieben; wir müssen jedoch darauf hinweisen, dass die Schmerztherapie in Litauen nicht sehr fortschrittlich ist.
– Dzekas humpelt weiterhin aufgrund des verkürzten Knochens, was nicht korrigiert werden kann.
– Verhaltensauffälligkeiten wie das Kauen an der Zwingerwand und das Lecken der Wände sowie gelegentliches Heulen – dies könnte ein Versuch sein, Aufmerksamkeit zu erregen, eine Form der Kommunikation oder eine leichte altersbedingte Demenz.
– Aktivitätsniveau. Er verhält sich wie ein Sprinter: Er rennt schnell, aktiv und chaotisch, um dann plötzlich anzuhalten. Nach etwa 1 km legte er sich hin. Er ist nach wie vor neugierig auf seine Umgebung und zeigt Bereitschaft zum Spazierengehen, ist aufmerksam gegenüber Menschen, kommuniziert gerne und lässt sich gerne streicheln.
Charakter & Verhalten
Jack geht an der Leine, ist im Haus stubenrein und fährt gut im Auto mit.
An der Leine kann er ruhig an anderen Hunden vorbeigehen. Allerdings mag er nicht jeden Hund, daher sollten Begegnungen einzeln stattfinden. Es gab einige Fälle, in denen er Aggressionen gegenüber Rüden gezeigt hat. Derzeit lebt er mit einer Hündin ähnlicher Größe zusammen, und die beiden verstehen sich sehr gut.
Er wurde mit Katzen getestet – sie sollten nicht zusammenleben. Er zeigte eine gewisse Neigung zum Jagen, daher sind kleine Haustiere im Haus am besten zu vermeiden.
Er ist sanft zu Menschen und hat bisher noch nie gebissen. Er ist ein sozialer Hund und sehr geduldig, selbst bei tierärztlichen Eingriffen (und davon hatte er schon viele). Er hat eine hohe Toleranz gegenüber Unannehmlichkeiten, wahrscheinlich aufgrund all dessen, was er durchgemacht hat. Er liebt Wasser, Pfützen und Schlamm, vor allem das Waten darin und das Hinlegen. Aufgrund seiner Größe und seines Gesundheitszustands sind Treppen für ihn ABSOLUT ungeeignet. Ein oder zwei Stufen sollten jedoch kein Problem darstellen.





















