Über die Fellnase
Bobikas. Ein Hund, der 13 Jahre lang auf einen Menschen gewartet hat… Schauen Sie in diese Augen. Dreizehn Jahre – das ist fast ein ganzes Hundeleben. Und Bobikas verbrachte all diese Jahre an der Kette. Derselbe Hof. Dasselbe Stückchen Erde. Derselbe Himmel über dem Kopf. Jahr für Jahr.
Winter, in denen die Kälte drückte. Sommer, in denen die Sonne brannte. Herbstregen, Frühlingsschlamm… Und Bobikas war trotzdem da. Angeleint. Wartend.
Wartend auf einen Menschen. Vielleicht würde er gestreichelt werden. Vielleicht würde man mit ihm sprechen.
Vielleicht würde er zumindest für einen kurzen Moment in seiner Nähe bleiben. Doch meistens blieb er allein mit seinen Gedanken und seiner kurzen Kette.
Und dennoch … trotz allem ist Bobikas ein außerordentlich guter Hund geblieben.
Er versteht sich hervorragend mit anderen Hunden und sogar mit Katzen. Er braucht keine Konflikte. Er muss nicht beweisen, dass er etwas Besonderes ist. Er möchte einfach nur ruhig in der Nähe sein.
Bobikas hat auch seinen eigenen kleinen, ganz besonderen Charakter. Er gehört nicht zu den Hunden, die es mögen, wenn man sie um den Hals umarmt. Vielleicht, weil er über die Jahre hinweg nur das Gewicht der Kette um seinen Hals gespürt hat. Aber er liebt es sehr, ruhig gestreichelt zu werden, eine sanfte Stimme zu hören und die Nähe eines Menschen zu spüren.
Bobikas ist schon alt. Sein Schnauzenfell ist grau geworden, sein Blick ist ruhig und ein wenig müde. Doch in seinen Augen ist noch immer Hoffnung. Die Hoffnung, dass es vielleicht irgendwo einen Menschen gibt, der sagt: „Du kommst nach Hause.“
Bobikas hat leichte Herzprobleme. Es wurden Untersuchungen durchgeführt, die eine Herzveränderung zeigten, weshalb er Medikamente einnehmen muss. Das hindert ihn jedoch nicht daran, zu leben, sich am Leben zu erfreuen und nach seinem Menschen zu suchen.
Er läuft herum, interessiert sich für seine Umgebung, ist kontaktfreudig – er braucht lediglich etwas zusätzliche Betreuung und einen Menschen, der keine Scheu vor einem alten Hund mit ein wenig „Gepäck“ hat.
Er braucht nicht viel. Er braucht keine teuren Spielzeuge. Er braucht keine langen Spaziergänge. Vielleicht gibt es irgendwo einen Menschen, der versteht, dass ein alter Hund immer noch Liebe verdient. Dass selbst wenn es nur ein Jahr … oder ein paar Jahre … sind, diese Jahre für Bobikas ein ganzes Leben bedeuten. Stellen Sie sich vor, Bobikas könnte zum ersten Mal in seinem Leben: zu Hause einschlafen. In einem warmen Körbchen aufwachen. Und wissen, dass ihn niemand mehr an eine Kette bindet. Manchmal ist das größte Geschenk für einen Hund nicht ein langes Leben. Manchmal ist das größte Geschenk zu wissen, dass man wenigstens einmal im Leben geliebt wurde.



















